Die klassischen Stolperfallen in der Planung von Schulmensen sind Ungereimtheiten an den Schnittstellen. Denn schlussendlich muss alles harmonieren. Professionelle Fachplaner helfen selbst im Detail, den Überblick zu behalten. Es mangelt nicht an guten Konzepten und an Wissen um Planung und Organisation von attraktivem Schulessen. Verantwortliche für Konzepte und Planung stimmen sich häufig nicht ausreichend ab, und viele holen zu spät oder gar keinen professionellen Rat ein. Die Erfahrung zeigt: Ist kein branchenspezifischer Koordinator wie ein Fachplaner beteiligt, geht das meistens zu Lasten der Harmonie in der Schulküche. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft liegt das Budget für Geräte beim Schulträger, die Schule finanziert hingegen Kleinteile wie Bestecke, Tabletts und Geschirre. Diese beiden Ausschreibungen müssen selbstverständlich kompatible Systeme beinhalten. Doch das fällt mangels begleitender Fachberatung und Ausschreibungen aus zwei Behörden oftmals unter den Tisch. Es kostet Zeit, Nerven und letztlich auch zusätzliches Geld, die Systeme im Nachhinein zu optimieren. Häufige Folge sind zum Beispiel gravierende Probleme in der Spülorganisation. Wenn Tabletts oder Gläser nicht in die Körbe der Spülmaschine passen, ist das ein echtes Ärgernis im Küchenalltag. Die Konsequenzen können alle spüren: Die Schüler stehen vor nicht hinreichend bestückten Tablett- und Besteckausgaben mangels Rücklauf, das Spül- und Ausgabepersonal muss den Planungsfehler durch einen höheren Zeitaufwand ausgleichen.
Doch es ist nicht nur die Abstimmung zwischen den Ausstattungssystemen, die das Budget aller Beteiligten schonen kann. Kommunen und Schulträger haben noch viel Luft nach oben, was die möglichen Einsparpotenziale durch Schul-, vielleicht gar schulträgerübergreifende Ausschreibungen angeht. Andere Branchen machen das vor: Die gemeinsame Anschaffung von Rohstoffen oder Ausstattungen spart Geld. Bestecke, Gläser, Porzellan, Stühle, Tische - wenn Schulträger das für mehrere Mensen in einem Gesamtkonzept ausschreiben, wären deutliche Rabatte zu realisieren.
Von Fachplanern mitgestaltete Ausschreibungen im Rahmen eines Gesamtkonzeptes haben zudem für die beauftragten Mensa-Architekten einen wesentlichen Vorteil: Sie liefern die gesetzeskonforme to-do-Liste für den Planer hinsichtlich aller großküchenspezifischen Vorgaben. So können Schnittstellenprobleme umschifft und teures Nachbessern vermieden werden.
Quelle: www.vdfnet.de

