Mit einer Mensa können interdisziplinäre Lernprozesse in der Schule kinderleicht angestoßen werden. Beispielsweise ein Ausflug zum Bauernhof, der zeigt, woher die Kartoffeln kommen, die es letzte Woche als Auflauf gab. Und woraus wurde eigentlich das Eis gemacht? Hat da eine Kuh eine Rolle gespielt? Die Schule wird durch eine Mensa pädagogisch bereichert - aber vor allem auch sozial. Denn Essen ist Kommunikation, ein gesellschaftliches Ereignis - nicht umsonst ist das Essen in allen Kulturen der Welt etwas ganz Besonderes. Wenn alle Kinder zusammen an einen Tisch kommen, tauschen sie sich ganz automatisch auch über ihre verschiedenen Kulturen aus. Mit entsprechender pädagogischer Begleitung gibt es somit auch interessante Anknüpfungspunkte im Bereich der multikulturellen Integration.
Eine Schulmensa kann also zum sozialen Angelpunkt werden. Zu einem neutralen Ort, der nicht vorbelastet ist - im Gegenteil zum Klassenzimmer und dem dort herrschenden Leistungsdruck zum Beispiel. Und Schüler, die sich in ihrer Umgebung wohlfühlen, agieren bekanntermaßen freier, lernen unbeschwerter und sind konzentrierter.
